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Rund drei Viertel unserer Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Davon steht uns aber nur wenig als Trinkwasser zur Verfügung. Auch der menschliche Organismus besteht zu rund 60 % aus Wasser, wobei jedoch der genaue Wassergehalt von Lebensalter und Fettgehalt abhängig. Als Faustregel gilt: Je älter ein Mensch ist und je mehr Fettgewebe er besitzt, um so niedriger ist sein Wassergehalt. Wasser wird im allgemeinen nicht als Nährstoff angesehen, obwohl es bei der Versorgung des Menschen mit lebenswichtigen Substanzen an erster Stelle steht. Schon
drei Tage ohne Wasserzufuhr können tödlich enden. Liegt die Flüssigkeitszufuhr
unter dem eigentlichen Bedarf, verringert sich der Bestand an Körperwasser
und es stellen sich die Folgen der sogenannten Dehydratation (Austrocknung)
ein. Die Körpertemperatur steigt an, es kommt zu Herzrhythmusstörungen
und zu Durchblutungsstörungen im Gehirn. Im Extremfall ist ein tödlicher
Kollaps die Folge. Wie sieht es also mit dem Flüssigkeitsbedarf und der Flüssigkeitsbilanz des Menschen aus? Der tägliche Mindestwasserbedarf beträgt ca. 1 bis 1,5 Liter. Ein gesunder Erwachsener sollte täglich etwa 2,5 Liter Wasser aufnehmen. Dieser Bedarf ist höher beim Fasten, bei einem hohen Energieumsatz (z.B. beim Sport), bei Hitze, trockener kalter Luft, hoher Kochsalzzufuhr, hoher Eiweißzufuhr und bei vielen Erkrankungen (z.B. Fieber, Erbrechen, Durchfall). Gerade in solchen Situationen sollte besonders bewußt getrunken und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
Unter normalen Umständen besteht zwischen den aufgenommenen und
den abgegebenen Wassermengen (z. B. Urin und Schweiß) ein hormonell
gesteuertes, dynamisches Gleichgewicht - die Wasserbilanz des Körpers
bleibt ausgeglichen.
Sportler Jeder Erwachsene, auch der Nicht-Sportler, benötigt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag - beim Sport aber um ein Vielfaches mehr. Sportliche Aktivitäten, die zwischen 45 und 60 Minuten dauern, erfordern noch keinen Flüssigkeitsersatz während dem Training. Der Sportler nimmt danach die verlorenen Stoffe über Getränke und eine ausgewogene Ernährung wieder auf. Geht die Belastung aber über die Dauer von 60 Minuten hinaus, sollten bereits während dieser Zeit immer wieder kleine Flüssigkeitsmengen zugeführt werden, um die körperliche Leistungsfähigkeit, die Koordination und Konzentration aufrecht zu erhalten und den Kreislauf zu schonen. Flüssigkeits- und Nährstoffverluste werden anschließend wieder durch die Aufnahme größerer Mengen an Flüssigkeit und Nahrung ausgeglichen. |
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